
Phase 7-9 Bauphase
Einordnung und Ziel der Phase 7-9
In den Phasen 7 bis 9 steht der Bau der neuen schulischen Infrastruktur im Mittelpunkt. Parallel dazu beginnt bereits die gezielte Vorbereitung der Inbetriebnahme. Diese Phase verbindet somit die bauliche Umsetzung mit den ersten organisatorischen und pädagogischen Schritten hin zum späteren Schulbetrieb.
Ziel ist es, den Übergang vom Bauprojekt zum gelebten Bildungsraum frühzeitig vorzubereiten und so einen reibungslosen Start der neuen Bildungsstruktur zu ermöglichen.
Pädagogik
Verwaltung

zu diesem Moment im Planungsprozess, an dieser Stelle ist das Zuammenkommen der Lenkungsgruppe anzuraten
Information, Transparenz und Einbindung der zukünftigen Nutzer
Ein zentraler Aspekt während der Bauphase ist die kontinuierliche Information und Einbindung der zukünftigen Nutzerinnen und Nutzer. Transparente Kommunikationsstrategien – etwa regelmäßige Informationsformate und Updates zum Baufortschritt – schaffen Vertrauen und fördern die Akzeptanz des Projekts.
Baustellenbesuche ermöglichen es, den Fortschritt des Bauprozesses sichtbar zu machen und eine Verbindung zwischen pädagogischem Konzept und realisiertem Raum herzustellen. Auf diese Weise kann der Bezug zur zukünftigen Praxis bereits während der Bauphase wachsen.
Konkretisierung von Ausstattung und Nutzung
Parallel zu den baulichen Arbeiten werden Fragen der innenräumlichen Ausstattung zunehmend konkret. Dazu zählen unter anderem Möblierung, technische Konfigurationen sowie weitere pädagogische Ausstattungen der einzelnen Räume.
Diese Entscheidungen erfolgen auf Grundlage des pädagogischen Raum- und Nutzungskonzepts und werden im Austausch zwischen Pädagogik, Bauplanung und Verwaltung abgestimmt. Ziel ist es, dass Ausstattung und Raumgestaltung die pädagogischen Zielsetzungen wirksam unterstützen.
Pädagogik
Die Bauphase als pädagogische Vorbereitungszeit nutzen
Die Bauphase bietet für die Pädagogik die Möglichkeit, sich gezielt auf den späteren Betrieb im neuen Bildungsraum vorzubereiten. Da zwischen der Entwicklung des pädagogischen Konzepts (Phase 0) und dem tatsächlichen Einzug in der Regel einige Zeit vergeht, ist es sinnvoll, die pädagogischen Grundideen gemeinsam zu reaktivieren und gegebenenfalls weiterzuentwickeln.
Dabei können aktuelle und zukünftige bildungspolitische Themen ebenso berücksichtigt werden wie neue pädagogische Ansätze. Die zukünftigen Nutzerinnen und Nutzer können sich bereits mit Fragen auseinandersetzen, welche Veränderungen im pädagogischen und organisatorischen Arbeiten anstehen und welche Elemente möglicherweise schon vorab in bestehenden Strukturen erprobt werden können (z. B. neue Lernformen, alternative Lernsettings, Kooperationen zwischen Schule und SEA).
Das IFEN kann die pädagogischen Akteure in dieser Phase unterstützend begleiten, etwa durch Prozessbegleitung vor Ort oder durch weiterbildende Formate zur Vorbereitung auf neue Lern- und Arbeitsformen.
Erste Schritte der Schulorganisation
Auch wenn zu diesem Zeitpunkt noch nicht immer feststeht, welche Personen später konkret in der neuen Bildungsstruktur tätig sein werden, können erste organisatorische Szenarien entwickelt und vorbereitet werden. In Abstimmung mit den Gemeindeverantwortlichen und der regionalen Schuldirektion lassen sich grundlegende organisatorische Überlegungen zielgerichtet planen und bei Bedarf anpassen.
Vorbereitung der Inbetriebnahme
Ein strukturiertes Übergangsmanagement kann bereits während der Bauphase anlaufen. Dabei werden zentrale organisatorische Fragen für den Schulstart frühzeitig bearbeitet, etwa:
- schulorganisatorische Abläufe,
- Schülertransport,
- technisches und administratives Personal,
- Umzugs- und Einrichtungsplanung.
Ein abgestimmter Zeit- und Maßnahmenplan erleichtert den Übergang von der Bauphase in den regulären Schulbetrieb und schafft Orientierung für alle Beteiligten.
Vorbereitung der Nutzerübernahme
Mit dem Näherrücken der Inbetriebnahme gewinnt die gezielte Vorbereitung der Nutzerübernahme an Bedeutung. In Workshops oder Besprechungen – gegebenenfalls mit externer Moderation – werden die konkreten Schritte für den Schulbeginn gemeinsam erarbeitet.
Nach dem Prinzip eines Retroplanings werden notwendige Maßnahmen rückblickend vom Starttermin aus geplant, Verantwortlichkeiten geklärt und Abläufe abgestimmt. So wird der Schulbeginn im neuen Bildungsraum organisatorisch und zeitlich gut vorbereitet.
Verwaltung
Bauabschluss und Konformitätsprüfung
Nach Abschluss der baulichen Maßnahmen erfolgen die erforderlichen Abnahmen unter Beteiligung des Planungsteams und der Gemeindeverantwortlichen. Diese sind Voraussetzung für die Konformitätsprüfung und die offizielle Eröffnung der neuen Bildungsstruktur.
In diesem Zusammenhang bietet es sich an, das Gemeindepersonal, das künftig im Gebäude tätig sein wird, in die Funktionsweise des Gebäudes einzuweisen und mit den technischen Anlagen vertraut zu machen.
Abschluss der Phase 7–9
Mit dem Abschluss der Bauphase und der vorbereitenden Maßnahmen ist der Übergang von der baulichen Umsetzung zur pädagogischen und organisatorischen Inbetriebnahme vorbereitet.







