K8 – KI-Strategie
Künstliche Intelligenz verändert Bildung. Die KI-Strategie des luxemburgischen Bildungsministeriums und der KI Kompass schaffen einen kohärenten Rahmen für einen reflektierten, verantwortungsvollen und pädagogisch fundierten Umgang mit KI und Daten.
Die vier Videos dieser Reihe geben einen strukturierten Überblick:
- Warum braucht es eine KI-Strategie?
- Welche pädagogische Haltung und Kompetenzlogik stehen dahinter?
- Wie unterstützt der KI Kompass die Praxis?
- Wie werden KI-Tools verantwortungsvoll eingebettet und eingesetzt?
Im Zentrum steht ein klarer Grundsatz: Wir stärken den Menschen, nicht die Technologie.
Warum eine KI-Strategie für die Bildung?
Künstliche Intelligenz ist längst Teil unseres Alltags – und auch im schulischen Kontext angekommen. Sie beeinflusst Informationsprozesse, Unterrichtsplanung, Administration und Lernbegleitung, oft im Hintergrund und nicht immer sichtbar.
Dieses Video erläutert, warum der Bildungsbereich eine klare und gemeinsame KI-Strategie braucht. Zwischen technologischer Dynamik, rechtlichen Rahmenbedingungen, pädagogischen Fragestellungen und ethischen Überlegungen schafft sie Orientierung und Sicherheit.
Ziel ist es, Bildung mit KI besser zu machen – indem der Mensch im Mittelpunkt bleibt. Lernen ohne KI und Lernen mit KI werden dabei gleichermaßen mitgedacht.
Die KI-Strategie ist eng mit dem Medienkompass verknüpft. Gemeinsam bilden sie einen kohärenten Rahmen, der Schulen und Weiterbildungen unterstützt, KI nicht nur zu nutzen, sondern sie kompetent einzuordnen und pädagogisch sinnvoll einzusetzen.
Erweiterte Intelligenz: KI als Co-Agent in der Bildung
Die KI-Strategie basiert auf einer klaren pädagogischen Haltung: Nicht alles, was technisch möglich ist, ist auch sinnvoll. Im Mittelpunkt steht das Konzept der erweiterten Intelligenz: KI wird nicht als Ersatz, sondern als Co-Agent verstanden – als Unterstützung menschlicher Denk-, Lern- und Kreativprozesse.
KI- und Datenkompetenzen gehen dabei weit über die bloße Nutzung von Tools hinaus. Sie umfassen vier miteinander verbundene Dimensionen: technologisches Verständnis, kompetente Nutzung, gesellschaftlich-reflexive Einordnung sowie kritische und kreative Mitgestaltung.
Der KI Kompass folgt einem spiralförmigen Entwicklungsmodell. Kompetenzen kommen vor der Nutzung. Von analogen Grundlagen in den frühen Schuljahren bis zur zunehmend autonomen, verantwortungsvollen Nutzung in der Sekundarstufe 2 wird KI schrittweise und kontextbezogen eingeführt.
Im Zentrum steht stets der pädagogische Rahmen: Alter, Reifegrad, Lernziele und didaktisches Konzept bestimmen den Einsatz – nicht das Tool.
Der KI Kompass: Orientierung, Praxis und Austausch
Wie werden die Leitlinien der KI-Strategie konkret wirksam? Dieses Video stellt den KI Kompass als zentrales Instrument zur Umsetzung vor.
Auf ki-kompass.lu bündelt der KI Kompass Orientierung, Praxisbeispiele und Austausch rund um KI und Daten im Bildungsbereich – mehrsprachig in Deutsch, Französisch und Englisch.
Er bietet:
- strategische Orientierung zu pädagogischen, didaktischen und rechtlichen Fragen,
- konkrete Unterrichtsszenarien und Hintergrundinformationen (z. B. zu Prompting oder Bias),
- sowie Weiterbildungsangebote und Möglichkeiten zum kollegialen Austausch über Communities of Practice.
Der KI Kompass ist als lebendes Instrument konzipiert. Er wächst mit den Erfahrungen aus Schule und Weiterbildung und wird kontinuierlich weiterentwickelt.
Geprüfte KI-Tools im pädagogischen Rahmen
Der KI-Kompass bietet nicht nur strategische Orientierung, sondern auch konkrete Unterstützung im Umgang mit KI-Tools.
Auf ki-kompass.lu werden ausgewählte und geprüfte Anwendungen vorgestellt, die unter klar definierten pädagogischen, rechtlichen und insbesondere datenschutzrechtlichen Bedingungen eingesetzt werden können. So erhalten Schulen verlässliche Orientierung in einem dynamischen Markt.
Die derzeit verfügbaren Tools – Teachino, fobizz und VittaScience – sind bewusst bestimmten
Einsatzszenarien zugeordnet:
- lehrerzentrierte Anwendungen zur Unterrichtsvorbereitung und Differenzierung
- Tools zum Lernen über KI
Perspektivisch werden weitere Szenarien und damit Tools getestet und bereit gestellt. Die Auswahl und Erprobung erfolgt systematisch unter technischen, pädagogischen und rechtlichen Gesichtspunkten. Der Zugang ist zentral geregelt und mit klaren Nutzungsbedingungen sowie begleitenden Weiterbildungsangeboten verbunden.
Im Mittelpunkt steht stets die pädagogische Entscheidung: Nicht nur wie ein Tool funktioniert, sondern ob, wann und warum sein Einsatz sinnvoll ist.
