Let's talk about...: Schwierige Gespräche führen (Code : A-d-31-EF-Sanem)
Kontext / Contexte
Unsere Gesellschaft sollte Kindern und jungen Menschen einen sicheren Raum bieten, über schwierige und sensible Themen, wie etwa kulturelle Unterschiede, sexuelle Orientierung, Rassismus, politische Einstellungen, Religion oder psychische Gesundheit zu diskutieren. Gerade in den letzten Jahren werden wir vermehrt mit diskriminierenden oder rassistischen Äußerungen, mit Populismus und Radikalismus konfrontiert. Tabus, Unsicherheit und Widersprüchlichkeiten führen jedoch regelmäßig dazu, dass Eltern und Fachpersonal Gespräche über diese Themen scheuen, ja sogar vermeiden.
Doch so zu tun, als ob diese Themenbereiche inexistent wären, wird sie leider nicht aus den Köpfen und dem Leben der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen verschwinden lassen. Ganz im Gegenteil - nicht stattfindende Diskussionen und Gespräche erleichtern es extremistischen Akteuren sogar, Antworten zu liefern und damit bei Kindern und jungen Menschen auf Gehör zu stoßen.
Über Tabus zu reden bedeutet, Risiken einzugehen. Gleichzeitig bedeutet es aber auch, Verantwortung zu übernehmen. Verantwortung übernehmen für die psychische Entwicklung zukünftiger Generationen. Menschen, die in ihrem Arbeitsumfeld mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu tun haben, spielen eine überaus wichtige Rolle in diesem Prozess.
Was kann man sich unter „Lets talk about…“ vorstellen?
In einem ersten Schritt werden empfindliche Themen gesammelt, danach wird gemeinsam identifiziert, was sie schwierig macht und daraus folgend werden mögliche Lösungsansätze erarbeitet. Diese können je nach persönlichem Stil eingesetzt werden.
In einem zweiten Schritt werden dann folgende Fragen bearbeitet:
Waren die Ansätze hilfreich?
Was hat bei wem funktioniert, was nicht?
Wo gilt es, das Vorgehen zu üben, anders zu justieren, wo wird eine Alternative benötigt?
Gibt es neue Gesprächssituationen, die schwierig, anstrengend oder kaum ansprechbar sind?
Hier gibt es nochmal Gelegenheit, diese und andere Fragen im Sinne einer Supervision eingehend zu besprechen, den eingeschlagenen Weg in der bekannten Gruppe weiter zu verfolgen und uns der Herausforderung „Let’s talk about …“ erneut zu stellen.
Wir laden ein zu Entlastung, Ermutigung und Erweiterung der Handlungsfähigkeit.
Zielsetzung / Objectifs
Wissen
Die Teilnehmer/-innen wissen, wie sie konkret sensible Themen mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen an- und besprechen, wie sie dabei sich und ihr Gegenüber schützen, ohne relevante Aspekte zu übergehen.
Fähigkeiten
Die Teilnehmer/-innensind in der Lage:
- durch eine gezielte Gesprächsführung sensible Themen anzusprechen und das Gegenüber mit einzubeziehen. Ein wertschätzendes, offenes Gespräch entsteht
- Bewertungsmuster zu erkennen und zu analysieren. Sie haben Methoden kennengelernt, um diese abzuklären
- problematische Gesprächssituationen durchzustehen und die eigene Zielsetzung dabei zu verfolgen.
Haltung
Die Teilnehmer/-innenkönnen mit einer wohlwollenden Haltung dem Gegenüber begegnen und empathisch Vermutungen anstellen, worum es dem anderen geht.
Inhalt / Contenu
- Vorstellung der Institution respect.lu und ihrer Missionen
- Vorstellungsrunde und Warming-Up
- Einführung in das Thema „Schwierige Gespräche“ mit praktischen Übungen, Analyse der Faktoren eines Tabu-Themas
- Diskussion zum Thema Gewalt: Was ist Gewalt und wo fängt sie für mich an?
- Theoretische Einführung in das Thema Radikalisierung
- Anzeichen und Prozesse der Radikalisierung erkennen und verstehen.
- Wie kann ich intervenieren, wenn ich Diskriminierungen und/oder Radikalisierung gegenüberstehe? Handlungsoptionen und Methoden der Intervention.
Arbeitsformen / Approche méthodologique
- Diskussionen in Kleingruppen und im Plenum
- Einzel- und Gruppen-Übungen
Referent, Referentin / Formateur, formatrice
Karin Weyer, Psychologin
Sofia Pereira, Sozialarbeiterin
Termin / Date et horaire
Groupe A | |
|---|---|
| Date : | les mardi 11 et jeudi 13 janvier 2022 de 14.45 à 17.45 heures |
| Lieu : | Commune de Sanem - Mairie |
| Nombre maximum de participants : | 20 |
| Places disponibles : | 0 |
| Statut de la formation : | Inscr en cours |
| Délai d'inscription : | - |
Praktische Hinweise / Informations pratiques
| Ordre/s d'enseignement : | C1, C2-C4 |
|---|---|
| Public cible : | personnel enseignant, éducatif et psycho-social de l'EF Sanem |
| Validation : | - enseignant/e/s EF : formation prioritaire - éducateurs/-trices (grad.) EF : formation prioritaire - enseignant/e/s ES : formation prioritaire |
| Langue(s) : | luxembourgeois, allemand |
| Informations : | Delila Schroeder - delila.schroeder@education.lu |
| Organisation : | formation organisée en coopération avec respect.lu - Centre contre la radicalisation |
Documents liés à la formation
| Formulaire d'inscription |
